Der Rudolf Stilcken Kultur Kommunikationspreis 2018

DRSKKP

Die Preisträger 2017

drskkp Preistraeger 2017
Preisträger*innen und Stifterin (v.l.n.r.): Tobias Ruderer, Hartmut Welscher (Klassik-Magazin VAN), Isabel Winarsch (LUMIX Festival), Stifterin Angelika Jahr-Stilcken, Louise Walleneit („Intershop interdisciplinaire“), Prof. Rolf Nobel (LUMIX Festival), Dr. Thomas Wohlfahrt („Intershop interdisciplinaire“)
Zum dritten Mal wurde am 12. Oktober 2017 der Rudolf Stilcken Kultur-Kommunikationspreis verliehen, der innovative Kulturvermittler*innen und kulturelle Einrichtungen auszeichnet. Den 1. Preis (8000 €) erhielt der Projektraum „Intershop interdisciplinaire“ aus Leipzig, das Klassik-Magazin VAN aus Berlin wurde mit dem zweiten Preis (5000 €) ausgezeichnet, das LUMIX Festival für jungen Fotojournalismus aus Hannover bekam den dritten Preis (3000 €).

Die Preisverleihung fand im neu renovierten Forum der Musikhochschule statt. Anwesend waren die Stifterin Frau Angelika Jahr-Stilcken sowie die Preisträger Hartmut Welscher und Tobias Ruderer (Gründer des Klassik-Magazins VAN), Louise Walleneit, die Initiatorin und Kuratorin des „Intershop interdisciplinaire“ und Prof. Rolf Nobel und Isabel Winarsch, LUMIX Festival.

Prof. Dr. Reinhard Flender, Leiter des Instituts für Kultur und Medienmanagement der Hochschule für Musik und Theater: „Wir sind sehr dankbar, dass Frau Jahr-Stilcken uns ermöglicht, die Initiative ihres Mannes fortzuführen. Qualitativ hochwertige Kulturkommunikation ist im Zeitalter der digitalen Revolution für unsere Gesellschaft essentiell. In einer Zeit des Überschusses an Kommunikationsmöglichkeiten zeichnet der Rudolf Stilcken Kultur-Kommunikationspreis Menschen und Initiativen aus, die das Kommunikationspotential von Kultur neu denken und es nutzen, um neue Publika zu erreichen.“

Die Jury

Benjamin von Blomberg

Benjamin von Blomberg

Chefdramaturg, Kammerspiele (München)

Studierte Historische Musikwissenschaften, Germanistik und Betriebswirtschaftslehre in Hamburg. Nach Gründung einer freien Operngruppe arbeitete er 2006-2010 am Thalia Theater als Dramaturg. 2012-2015 war er Chefdramaturg und Leiter der Sparte Schauspiel am Theater Bremen. Seit der Spielzeit 2015/16 ist Benjamin von Blomberg Chefdramaturg an den Münchner Kammerspielen. Regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn v.a. mit dem Regisseur Nicolas Stemann, mit dem er wiederholt Stücke von Elfriede Jelinek zur Uraufführung brachte.

Prof. Dr. Reinhard Flender

Prof. Reinhard Flender

Geschäftsführung Institut KMM, Leitung Iki (Hamburg)

Ist Gründer und Direktor des Institutes für kulturelle Innovationsforschung an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und seit Oktober auch 2015 Leiter des Instituts KMM. Neben seinen Lehrtätigkeiten war Reinhard Flender von 1987 bis 2011 Leiter von Peermusic Classical in Hamburg. Er ist u.a. Gründungsmitglied der Sommerakademie Opus XXI, die sich für die Förderung des musikalischen Nachwuchses und der Verbreitung zeitgenössischen Musik einsetzt.

Eva-Maria Hoerster

Eva-Maria Hoerster

Projektkoordinatorin, Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz (Berlin)

Studierte Bildende Kunst und Germanistik, sie arbeitet als Organisatorin, Kuratorin, Dramaturgin in Berlin. 2006-13 war sie Geschäftsführende (Gründungs)Direktorin des HZT. Zuvor war sie Künstlerische Leiterin der Tanzfabrik Berlin (2003-06). Als Kuratorin entwickelte sie u.a. die TanzNacht Berlin und „Ausufern“ (2016/17 Uferstudios Berlin). Sie ist Gründungsmitglied des Zeitgenössischer Tanz Berlin e.V. (ztb); Mitinitiatorin des Netzwerks TanzRaumBerlin und seit 2014 Mitglied im Rat für die Künste Berlin. Derzeit ist sie zuständig für Projektentwicklung und –Koordination am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz (HZT) Berlin.

Silke Müller

Silke Müller

Kulturredaktion, Stern (Berlin)

Silke Müller studierte Kunstgeschichte und Neuere deutsche Literatur in Hamburg. 1994 begann sie als Redakteurin beim Kunstmagazin art. Es folgten Stationen als New-York-Korrespondentin und stellvertretende Chefredakteurin.

2006 übernahm sie beim stern das Ressort Kultur und Unterhaltung. Nach einem Intermezzo beim Fernsehen wechselte sie 2014 als Reporterin ins Hauptstadtbüro des stern.

Bojan Vuletić

Bojan Vuletić

Komponist, Geschäftsführer Asphalt Festival (Düsseldorf)

Ist Komponist/Klangkünstler mit Diplomen in Physik, Gitarre, Komposition. Er war Förderpreisträger 2012 der Stadt Düsseldorf, 2014-16 musikalischer Leiter des Jungen Schauspielhauses Düsseldorf, 2016-17 Vertretungsprofessor an der BAUHAUS Universität, Weimar, im Master-Studiengang Public Art and New Artistic Strategies, seit 2012 Leiter des ASPHALT Festivals, Düsseldorf.

Der Initiator

Rudolf Stilcken

RUDOLF STILCKEN, (*1925, † 2016) geb. in Hamburg

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Während seines Berufslebens war Rudolf Stilcken vorwiegend für Unternehmens- und Marketingkommunikation mit Schwerpunkten Markenentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Im Jahr 1953 in der PR für Ludwig Erhard, in den 1960-iger Jahren als Vorsitzender der Gesellschaft Werbeagenturen (GWA), über 20 Jahre in Führungspositionen der internationalen Agentur Benton & Bowles, danach im Vorstand der Rosenthal AG.

1986 machte Rudolf Stilcken sich selbstständig, u.a. als Berater für Lufthansa, Siemens und Vorwerk.

Rudolf Stilcken war Gründungsvorsitzender des deutschen Zweigs der internationalen Kinderhilfsorganisation PLAN, langjährig für die Elsbeth Weichmann Gesellschaft engagiert und Mitglied des Kulturförderungsausschusses der Handelskammer Hamburg. Er war Gesellschafter der Agentur Behnken/Jahr/Stilcken, Senator h.c. der Hochschule für Musik und Theater und lehrte ab 1995 Markenkommunikation am Institut KMM.

2002 wurde ihm für sein ehrenamtliches Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. 2011 erhielt er die Ehrennadel der Handelskammer Hamburg.

Rudolf Stilcken war mit Angelika Jahr-Stilcken verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Er verstarb am 11. Juni 2016 in Hamburg.

Die Stifterin

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Angelika Jahr-Stilcken

Die Journalistin und Unternehmerin stiftete im Sommer 2016 den Rudolf Stilcken Kultur-Kommunikationspreis im Gedenken an ihren verstorbenen Mann. Als Träger des Preises benannte sie das Institut für kulturelle Innovationsforschung an der Hochschule für Musik und Theater, dem sie auch die inhaltliche Verantwortung des Preises übertrug.

Der Preis und seine Geschichte

Der im Juni 2016 in Hamburg verstorbene Rudols Stilcken war Initiator und Stifter des Hamburger Preises für Kultur-Kommunikation, der in den Jahren 2013 und 2015 in der Metropolregion Hamburg ausgelobt wurde. Rudolf Stilcken gehörte auch der Jury des von ihm initiierten Preises an.
Der Preis, der in drei Kategorien ausgelobt wurde, stellte Vermarktungsstrategien und Darstellungskonzepte ins Zentrum der Aufmerksamkeit und zeichnete Leistungen aus, die anderen als Vorbild dienen können womit der Preis zum Selbstbewusstsein im Hinblick auf die Identität und Leistungsstärke der Metropolregion Hamburg beitragen konnte.

Der Preis heute

Der Rudolf Stilcken Kultur-Kommunikationspreis heute

Nach dem Tode Rudolf Stilckens im Juni 2016 stiftete seine Witwe, Angelika Jahr-Stilcken den Rudolf Stilcken Kultur-Kommunikationspreis im Gedenken an ihren verstorbenen Mann. Träger wurde das Institut für kulturelle Innovationsforschung unter der Leitung von Prof. Reinhard Flender an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. In Zusammenarbeit von Prof. Reinhard Flender und Dr. Verena Mogl –  wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin am Institut für kulturelle Innovationsforschung –  wurde der Rudolf Stilcken Kultur-Kommunikationspreis inhaltlich umstrukturiert und auf den gesamten nordostdeutschen Raum erweitert. Für die Neugestaltung des Preises zeichnet sich die Hamburger Agentur Paperlux verantwortlich, die als Partner der IkI die inhaltliche Neuausrichtung grafisch umsetzte.

Ein Fokus der inhaltlichen Neuausrichtung des Preises lag dabei in dem Anspruch, den Begriff der Kultur-Kommunikation zu erweitern und auf inhaltliche Aspekte zu übertragen. Diese Erweiterung ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass sich die Anforderungen an kulturelle Institutionen und Projekte radikal verändert haben. Kultur ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Soziale und mediale Veränderungen, die auf unsere Gesellschaft einwirken, stellen auch den kulturellen Bereich vor neue Herausforderungen.

In diesen Zeiten des Umbruchs, der alle Bereiche unserer Gesellschaft umfasst, muss auch Kultur nach neuen Wegen suchen, sich zu positionieren. So zielt der Begriff der Kultur-Kommunikation nicht allein auf den Bereich der Kulturvermarkung und des Marketings ab, sondern meint auch Strategien der inhaltlichen Vermittlung von Kultur: wie und auf welche Weise werden kulturelle Inhalte der Öffentlichkeit dargeboten, welches (neue) Publikum wird in welcher Form angesprochen, welche (neuen) Räume werden erschlossen, um ein Publikum zu erreichen, wie werden interdisziplinäre Synergien genutzt, um neues Publikum zu gewinnen?

Der Rudolf Stilcken Kultur-Kommunikationspreis zeichnet kulturelle Institutionen, Einrichtungen und Projekte aus, die sich diesen großen Herausforderungen gestellt haben und für sich und ihr Projekt/ihre Unternehmung einen neuen Weg der Kultur-Kommunikation gefunden haben.

  1. Preis: 8.000 Euro
  2. Preis: 5.000 Euro
  3. Preis: 3.000 Euro

Die Veranstaltung

Die Bekanntgabe und Auszeichnung der Gewinner erfolgte auf der Preisverleihung am 12. Oktober 2017 im Forum der Hochschule für Musik und Theater, das für diesen Anlass in einem pre-Opening erstmals seine neu gestalteten Räumlichkeiten öffnete.

Nach Bekanntgabe der Gewinner wurde in den historischen Räumlichkeiten der Hochschule für Musik und Theater zum Empfang geladen.

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